falck-training-team1

Falck schult 170 Ret­tungs­fach­kräf­te

Falck schult 170 Ret­tungs­fach­kräf­te

falck-training-team1

Das Ziel war klar: we­ni­ger Un­fäl­le und we­ni­ger Schä­den, vor al­lem bei Blau­licht­fahr­ten. Um das zu er­rei­chen hat die bun­des­weit tä­ti­ge Falck-Unternehmensgruppe Deutsch­land, die auf Rettungs- und Kran­ken­trans­port­fahr­ten spe­zia­li­siert ist, für ih­re Ham­bur­ger Stand­or­te ein Schulungs- und Trai­nings­kon­zept er­ar­bei­tet, des­sen ers­te Run­de jetzt ab­ge­schlos­sen wur­de. Ins­ge­samt ha­ben in zwölf Wo­chen rund 170 Ret­tungs­fach­kräf­te an Trai­nings teil­ge­nom­men, in de­ren Mit­tel­punkt für je­den Teil­neh­mer meh­re­re Fahr­ten auf ei­nem SiFaT-Simulator stan­den. „Wir wer­den jetzt über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum von min­des­tens ei­nem hal­ben Jahr aus­wer­ten, ob sich Un­ter­schie­de in der Un­fall­häu­fig­keit oder -schwe­re zwi­schen Fah­rern zei­gen, die an der Schu­lung teil­ge­nom­men ha­ben und ei­ner Kon­troll­grup­pe oh­ne Schu­lung“, sagt Tho­mas Mild­ner, Mit­glied der Ret­tungs­dienst­lei­tung von Falck in Ham­burg. „Schon jetzt kön­nen wir sa­gen, dass die un­mit­tel­ba­ren Rück­mel­dun­gen un­se­rer Kol­le­gIn­nen und Kol­le­gen nach der Schu­lung durch­weg gut wa­ren.“

Vor dem prak­ti­schen Teil des Trai­nings, der auf ei­nem SiFaT-Midsize-Simulator statt­fand, war bei der Falck-Schulung je­weils ein kur­zer theo­re­ti­scher Teil vor­ge­schal­tet. Mild­ner: „Wir woll­ten ei­ner­seits die all­ge­mei­nen und na­tür­lich auch die Falck-spezifischen Re­geln zu Son­der­rechts­fahr­ten in Er­in­ne­rung ru­fen und an­de­rer­seits für die be­son­de­ren Ge­fah­ren von Ein­satz­fahr­ten sen­si­bi­li­sie­ren.“ In ei­ner kur­zen Prä­sen­ta­ti­on kon­fron­tier­te der Trai­ner die Teil­neh­mer des­halb zu­nächst mit den ein­schlä­gi­gen Pa­ra­gra­phen 35 und 38, in de­nen die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung Son­der­fahr­ten be­han­delt und mach­te dann deut­lich, wo die Falck-Vorgaben über die­se Re­ge­lun­gen hin­aus­ge­hen. So schreibt Falck bei­spiels­wei­se bei Son­der­rechts­fahr­ten vor: Stopp an der Hal­te­li­nie! Erst nach­dem al­le Rä­der still­stan­den, darf sich ein Falck-Retter mit dem Ein­satz­fahr­zeug lang­sam in die Kreu­zung hin­ein­tas­ten. Zum Ab­schluss des theo­re­ti­schen Teils führ­te ein Zu­sam­men­schnitt ech­ter Un­fall­vi­de­os den Teil­neh­mer sehr dras­tisch die ver­schie­dens­ten Ri­si­ken vor Au­gen, de­nen sie bei ei­ner Ret­tungs­fahrt aus­ge­setzt sind. Bei den Film­auf­nah­men han­del­te es sich aus­schließ­lich um rea­le Un­fäl­le mit Ret­tungs­wa­gen. Das Ma­te­ri­al stamm­te von ein­ge­bau­ten Dash-Cams, die die Un­fall­si­tua­ti­on auf­ge­zeich­net und ge­spei­chert ha­ben.

falck-training-übungsrunde

An­ge­lei­tet von ei­nem Falck-Mitarbeiter, der für Be­die­nung und Ein­satz des Si­mu­la­tors von Si­FaT zwei Ta­ge lang ge­schult wor­den war, konn­ten die Teil­neh­mer dann ri­si­ko­rei­che Ein­satz­fahr­ten un­ge­fähr­det am Si­mu­la­tor er­le­ben. „Je­der hat zu­nächst ei­ne Test­run­de ge­dreht, um sich an den Si­mu­la­tor zu ge­wöh­nen, dann gab es die Mög­lich­keit, je­weils zwei Ein­sät­ze tat­säch­lich mit Blau­licht und Mar­tins­horn zu ab­sol­vie­ren“, er­läu­tert Mild­ner. „Auch ge­stan­de­ne Ret­ter ha­ben uns ge­schil­dert, dass sie spä­tes­tens nach der Ein­füh­rungs­run­de ver­ges­sen hat­ten, dass sie nicht in ei­nem wirk­li­chen Au­to sit­zen und dass sie Stress und Ad­re­na­lin­spie­gel wie bei ei­nem ech­ten Ein­satz ge­spürt hät­ten.“

Ham­burg ist der größ­te Stand­ort von Falck Deutsch­land. Bun­des­weit leis­tet Falck an über 60 Stand­or­ten mit cir­ca 2.500 Mit­ar­bei­tern und mehr als 500 Ein­satz­fahr­zeu­gen Not­fall­ret­tung und Kran­ken­trans­por­te. 2018 wa­ren Falck-Retter bei rund 570.000 Ein­sät­zen un­ter­wegs.