Migros1

Neu­er Lkw-Fahrsimulator für Ver­tei­ler­ver­kehr

Neu­er Lkw-Fahrsimulator für Ver­tei­ler­ver­kehr

Migros1

Die Si­FaT Road Safe­ty GmbH hat ei­nen neu­en Profi-Fahrsimulator für mit­tel­schwe­re Lkw ent­wi­ckelt. „Fah­rer sit­zen in der neu­en Simulator-Generation bei­spiels­wei­se im Cock­pit ei­nes Mercedes-Atego und ab­sol­vie­ren ef­fi­zi­en­te Eco-Trainings für den Ver­tei­ler­ver­kehr“, sagt SiFaT-Geschäftsführer Klaus Hal­ler. Das Un­ter­neh­men, das in Ber­lin Lkw-Fahrsimulatoren für den pro­fes­sio­nel­len Ein­satz bei Spe­di­tio­nen, Werkverkehrs-Fuhrparks, Fahr­schu­len und Ret­tungs­diens­ten ent­wi­ckelt und baut, schließt da­mit die Lü­cke zwi­schen ih­ren eta­blier­ten Simulator-Lösungen für Trans­por­ter und für Schwer-Lkw. Der ers­te Si­mu­la­tor der neu­en Mo­dell­rei­he wur­de in die Schweiz ver­kauft. Die Ge­nos­sen­schaft Mi­gros Ost­schweiz will da­mit al­le ih­re 140 Fah­rer durch re­gel­mä­ßi­ge Trai­nings da­zu brin­gen, we­ni­ger Sprit zu ver­brau­chen, die Lkw scho­nen­der zu fah­ren und Un­fäl­le zu ver­mei­den. Da­mit die Fah­rer ih­re Trai­nings­er­kennt­nis­se dau­er­haft um­set­zen und ih­re Fahr­wei­se wei­ter ver­bes­sern, wird die Schu­lung er­gänzt durch ein re­gel­mä­ßi­ges Fah­rer­feed­back über die von Si­FaT ent­wi­ckel­te Fahrer-App Si­DoT so­wie durch ver­tie­fen­de und mo­ti­vie­ren­de, per­sön­li­che Ge­sprä­che mit ei­ner SiFaT-Fahrtrainerin.

sidot_2

Si­TaT nutzt Te­le­ma­tik­da­ten für in­di­vi­du­el­les Fah­rer­feed­back

„Wir ha­ben uns für Si­FaT ent­schie­den, weil uns so­wohl die ein­zel­nen Schulungskom-ponenten wie auch de­ren Zu­sam­men­spiel über­zeugt ha­ben“, sagt Adri­an Sti­ckel, Lei­ter Lo­gis­tik der Mi­gros Ost­schweiz. „Das fängt na­tür­lich bei ei­nem Si­mu­la­tor an, den die Fah­rer auf­grund sei­nes ech­ten Cock­pits und sei­ner Leis­tungs­fä­hig­keit schät­zen und ak­zep­tie­ren. Aber die Trai­nings­ef­fek­te wür­den schnell wie­der ver­puf­fen, wenn die Fah­rer nicht über die App ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Rück­mel­dung über ihr Fahr­ver­hal­ten be­kä­men und über die per­sön­li­chen Ge­sprä­che mit ei­nem ex­ter­nen Trai­ner mo­ti­viert wer­den, die­se Mög­lich­kei­ten zu nut­zen und an­zu­wen­den.“ Für die Rück­mel­dun­gen über die App wer­tet Si­FaT ein­mal wö­chent­lich die Te­le­ma­tik­da­ten des Migros-Fuhrparks fah­rer­be­zo­gen aus. Je­den Diens­tag ste­hen die in­di­vi­du­el­len Er­geb­nis­se der Aus­wer­tung bei Ar­beits­be­ginn der Fah­rer zur Ver­fü­gung.

Migros2

Fahrer-App zeigt auch Nut­zung von Tem­po­mat und Re­tar­der an

Si­DoT – der of­fi­zi­el­le Na­me der Fahrer-App steht für Si­FaT Dri­ver Op­ti­mi­za­ti­on Tool – zeigt den Lkw-Profis mit Hil­fe aus­ge­wähl­ter Kenn­zif­fern an, wie ef­fi­zi­ent sie be­reits fah­ren und wie sie sich wei­ter ver­bes­sern kön­nen. Da­zu zählt der Durch­schnitts­ver­brauch, der Stre­cken­an­teil mit mehr als 80 km/h, die Zahl der Kick-Downs (voll­stän­di­ges Durch­tre­ten des Gas­pe­dals), der An­teil der Roll­pha­sen (Fah­ren oh­ne Gas) oder die Nut­zung von Tem­po­mat und Re­tar­der. Da­mit die Fah­rer ih­re ak­tu­el­len Wer­te ein­schät­zen kön­nen, wer­den Wer­te ver­gan­ge­ner Wo­chen an­ge­ge­ben. Mög­lich sind auch Ziel­wer­te oder Ver­gleichs­wer­te mit dem Fuhr­park­durch­schnitt oder (an­ony­mi­sier­te) Fah­rer­ran­kings.

Migros3

Für die ers­ten 25 Fah­rer, die die Si­mu­la­tor­grund­schu­lung er­hal­ten ha­ben, hat Lo­gis­tik­lei­ter Sti­ckel zu­sätz­lich ein Pa­ket für per­sön­li­che Fah­rer­feed­backs ge­bucht. Je­der Fah­rer ruft da­bei ein­mal im Mo­nat Su­san­ne Koch­mann an. Die SiFaT-Fachfrau saß selbst meh­re­re Jah­re lang hin­term Lkw-Steuer, ist Trai­ne­rin für Stress­ma­nage­ment und NLP (Neu­ro­lin­gu­is­ti­sches Pro­gram­mie­ren) und steht den Fah­rern mon­tags bis don­ners­tags zwi­schen 7 und 18 Uhr zur Ver­fü­gung. Sie hat Zu­griff auf die SiDoT-Daten des je­wei­li­gen Fah­rers, mit dem sie te­le­fo­niert, und kann ihn ge­zielt auf be­stimm­te Din­ge an­spre­chen, die er gut ge­macht hat oder ver­bes­sern kann. „Ich ge­he meis­tens übers Lob, denn mei­ne Auf­ga­be ist es we­ni­ger, mit ge­stan­de­nen Fah­rern lang­wie­rig kon­kre­te Ver­bes­se­rungs­tipps zu dis­ku­tie­ren, als sie zu mo­ti­vie­ren, die App ak­tiv zu nut­zen und ih­re ei­ge­nen Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le aus­zu­schöp­fen. Wenn die Fah­rer dann selbst In­ter­es­se an den App-Zahlen ge­win­nen und sie als per­sön­li­che Hil­fe­stel­lung be­grei­fen, ist das Ziel er­reicht.“